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Unter Berücksichtigung seiner wirtschaftlichen Ziele und des Fokus auf eine qualitativ hochwertige Versorgung umfasst das kardiologische Programm verschiedene Elemente, die es ermöglichen, das Programm unter das Konzept der Managed Care [5] zu kategorisieren: Selektive Vertragsablage zwischen Finanziers und Pflegedienstleistern ([6], S. 1), eine gemischte Zahlungsform mit Merkmalen der Pauschal- und Leistungserstattungen [6] und eine Einschränkung der freien Arztwahl für Patienten ([6], S. 7). Es enthält mehrere Komponenten sowohl für medizinische Spezialisten und Patienten, im Folgenden zusammengefasst. Als erster deutscher Facharzt-selektiver Vertrag ist der Kardiologievertrag immer noch ein Beispiel für andere selektive Verträge und daraus resultierende Programme. Mit einem ersten Einblick in die Umsetzung eines Programms auf Basis von SGB V 73c und begleitenden Herausforderungen liefert unsere Studie Wissen zur Verbesserung des Programms und zur Entwicklung zukünftiger Selektivverträge. Die Krankenkasse AOK Baden-Württemberg hat einen Selektivvertrag vorgelegt, mit dem Frauen über 40 über einen regelmäßigen Behandlungsplan und eine Chipkarte von Fruchtbarkeitsbehandlungen profitieren sollen. Inzwischen ist keine Fruchtbarkeitsbehandlung in Baden-Württemberg diesem Vertrag beigetreten. Aus diesem Grund werden die Leistungen für weibliche Patienten über 40 Jahren weiterhin als private medizinische Versorgung eingestuft.

Wir danken der AOK Baden-Württemberg für die Bereitstellung von Listen von Ärzten, die am kardiologischen Programm/GP-zentrierte Versorgung teilnehmen, und für die Ermöglichte der Kommunikation mit den anderen Vertragspartnern, die am zugrunde liegenden Kardiologievertrag beteiligt sind. Als Teil der ersten Bewertung eines deutschen Selektivvertrags für Fachärzte hat diese Studie eine Vorreiterrolle. Der Ansatz der gemischten Methoden war von Vorteil, da einige Fragen, die die quantitativen Ergebnisse aufwerfen, mit qualitativen Daten beantwortet werden konnten und umgekehrt. Dennoch gibt es Einschränkungen: Es gibt keine Ex-ante-Daten über Verhalten und Kommunikation von Spezialisten, bevor sie am Programm teilnehmen, was Raum für systematische Unterschiede zwischen Teilnehmern und Nichtteilnehmern lässt. Für die Identifizierung von Nichtteilnehmern mussten wir uns auf eine Datenbank verlassen, in der Ärzte nicht registriert werden müssen. Es kann Nicht-Teilnehmer geben, die wir nicht identifizieren konnten, weil sie (systematisch) nicht in solche Datenbanken eintragen. Dies lässt Raum für eine voreingenommene Probe. Zuletzt mussten Ärzte über ihr eigenes Verhalten berichten, was möglicherweise zu sozial wünschenswerten Antworten führte, unabhängig von der gesicherten Vertraulichkeit.

Die Einschreibung in das Programm ist eine freie Wahl für Patienten und Ärzte. Gemäß den Regelungen für Selektivverträge im Sozialgesetzbuch 5 basiert das Programm auf einem Vertrag zwischen der Regionalen Ortskrankenkasse (AOK) und dem Hausärzteverband. Für den Hausarzt, es kommt mit etwa 40% zusätzliche Erstattung für eingeschlossene Patienten; es gibt keine direkten finanziellen Anreize für eingeschlossene Patienten. Eine erste Auswertung (die in den ersten beiden Jahren etwa 1,4 Millionen Patienten umfasste) zeigte, dass die eingeschriebenen Patienten älter waren und eine höhere Komorbidität hatten als Patienten in üblicher Behandlung [3]. Nach der Anpassung für Störer zeigten die eingeschriebenen Patienten mehr Besuche beim Hausarzt und weniger Besuche bei Fachärzten im Vergleich zur üblichen Versorgung. Anzahl, Kosten und Angemessenheit der Verschreibung von Medikamenten hatten sich verbessert, während keine Auswirkungen auf die Raten von Krankenhausaufenthalten und Rehospitalisierung festgestellt wurden [3].

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