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Die jüngsten Markt- und technologischen Veränderungen haben den Logistiksektor in Italien neu gestaltet und sowohl neue Chancen als auch Herausforderungen mit sich gebracht. Wie in anderen europäischen Ländern erhöht der Anstieg des elektronischen Geschäftsverkehrs (sowohl im kleinen als auch im großen Maßstab) die Rolle der Logistikunternehmen im Handel, was dazu führt, dass neue Logistikzentren und Lager benötigt werden, von denen aus Waren direkt an die Verbraucher geliefert werden können. In den 80er Jahren führten die positiven Erfahrungen mit deregulierten Verkehrsmärkten in Ländern wie den USA und dem Vereinigten Königreich sowie der zunehmende Druck der Europäischen Gemeinschaften (EG), auch die Verkehrsmärkte für in anderen EG-Mitgliedstaaten ansässige Unternehmen zu öffnen, zu einer Änderung der deutschen Verkehrspolitik. Die Märkte für Luftverkehrsdienste sowie für den Straßengüterverkehr wurden nach einem schrittweisen Ansatz liberalisiert. Die Deutsche Lufthansa wurde vollständig privatisiert. Die Umsetzung der europäischen Eisenbahnpakete erleichterte den Wettbewerb auf den Eisenbahnmärkten. Laut dem Eisenbahnliberalisierungsindex weisen nur Schweden und das Vereinigte Königreich einen höheren Liberalisierungsgrad auf als Deutschland [32, 33]. Die DB bietet die Bahn sowie mehrere weitere Verkehrsdienstleistungen (Regional- und Nahverkehr, weltweite Logistik über ihre Niederlassung DB Schenker) an. Im Jahr 2015 betrug der Marktanteil der DB 61 % (basierend auf Tonnenkilometern) im Schienengüterverkehr und 71 % (basierend auf Zugkilometern) im regionalen Personenverkehr [22]. Auf dem Langstrecken-Passagiermarkt gibt es kaum Konkurrenz. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Monopolkommission (ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung und des Parlaments) eine vollständige vertikale Trennung zwischen Infrastruktur und Betrieb, um den Wettbewerb im Eisenbahnsektor zu fördern [38]. Das Verbot des Linienbusverkehrs, das in den 1930er Jahren zum Schutz des Eisenbahnbetreibers eingeführt worden war, dauerte bis zum Jahr 2013 [23]. Seitdem hat der Markt für Linienzüge im Fernverkehr ein enormes Wachstum verzeichnet [2].

Nach dem Jahr 2000 wurden mehrere verkehrspolitische Programme mit Schwerpunkt auf bestimmten Infrastrukturen oder spezifischen Verkehrsträgern entwickelt, z.B. das Flughafenkonzept der Bundesregierung (2009, Aktualisierung des ersten Flughafenkonzepts aus dem Jahr 2000), das Bundeshafenkonzept (2009), der Nationale Plan für den Radverkehr (erste Version 2002, zweite Version 2012) und das Luftverkehrskonzept (angekündigt für 2017). Als Besonderheit sieht der nationale Plan für den Radverkehr einen “möglichen” Anteil am Radverkehr im Jahr 2020 vor. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass der potenzielle Einfluss der Bundesregierung auf die Förderung des Radverkehrs eher gering ist. Die nach dem Jahr 2000 veröffentlichten amtlichen verkehrspolitischen Dokumente beziehen sich nur auf bestimmte Marktsegmente oder bestimmte Verkehrsträger. Mehrere Strategiedokumente konzentrieren sich auf das Frachtsegment und werden in diesem Unterabschnitt erörtert. Ebenso wie das integrierte verkehrspolitische Programm aus dem Jahr 2000 unterstreicht der Masterplan Güterverkehr und Logistik aus dem Jahr 2008 die Bedeutung einer nachhaltigen Entwicklung des Verkehrssektors.

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